Führungskompetenz: Konzeptionelle Kompetenz ein rares Gut?
Arbeitet man viel mit oberen Führungskräften, so wird die Bedeutung konzeptionellen Denkens als eines der wichtigsten Kompetenzmerkmale für obere und oberste Manager offenkundig. Und dass es daran gelegentlich mangelt. Dies v.a. dann, wenn obere Führungskräfte über lange Zeit vorrangig in operativen Rollen gefordert waren.
Konzeptionelle Kompetenz ist gekennzeichnet u.a. durch Fähigkeiten wie
Kann man konzeptionelle Kompetenz fördern oder entwickeln? Wohl nur, wenn die Anlage dafür da ist. Doch dann bestehen durchaus in späteren Jahren der Managerkarriere noch gute Chancen.
Im Managementkontext sind dabei Impulse durchaus wirksam, die Führungskräfte systematisch in strukturierter Analyse und Problemlösung fordern. Dies gelingt nach unserer Erfahrung i.d.R. ganz gut, indem man Führungskräfte systematisch in die Strategieentwicklung und in Change Managementprozesse einbindet.
Ein Führungswechsel durch Austausch von Vorgesetzten mit personenzentriertem und stark fachlich geprägtem Führungsstil ist ebenfalls eine Chance. Nachfolger sollten dann das Augenmerk auf die Gestaltung des Managementsystems legen und v.a. darauf, ihr Managementteam zu entwickeln.
Die konsequente Einbindung der Führungskräfte in Managemententscheidungen und die Forderung von konzeptionellen Beiträgen, die Managementansprüchen genügen, begünstigt einen notwendigen Lernprozess. Dieser erfordert jedoch meist einen extern begleiteten Teamentwicklungsprozess des Managementteams in einem guten Mix aus strategischen, operativen und sozial-kommunikativen Aspekten.