KVP ist das klassische Instrument der betrieblichen Effizienzsteigerung und Kernelement der Lean Management Philosophie.
Anfangs vor allem in Fertigungsbetrieben in der Produktion und in produktionsnahen Bereichen eingeführt, hat KVP inzwischen auch in der Verwaltung Fuß gefasst.
Beim kontinuierlichen Verbesserungsprozess geht es darum, bestehende Arbeitsabläufe, Produkte, Methoden, Werkzeuge etc. systematisch und ständig zu verbessern. Dies ist für Mitarbeiter aller Ebenen eine große Herausforderung.
KVP bedeutet, den bestehenden Zustand immer wieder in Frage zu stellen, sich mit Erreichtem nie zufrieden zu geben. So wird KVP zu einem Bestandteil der von innen genährten Unternehmensentwicklung, die von den engagierten und kreativen Beiträgen aller Mitarbeiter lebt.
Ziel von KVP ist es nicht nur, Ideen zur Verbesserung zu finden. Vielmehr geht es darum, diese dann auch schnellstmöglich umzusetzen. Nur so kann das übergeordnete Ziel aller KVP-Bemühungen erreicht werden:
Will man das volle Potenzial von KVP ausschöpfen und herausragende KVP Ergebnisse erzielen, wird man sich mit den Grundlagen des Toyota Production System (TPS) befassen müssen.
Dabei wird deutlich, dass KVP viel mehr ist als die Vermittlung von KVP Methoden. Wichtige Erfolgsfaktoren von KVP sind die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und gute Führung. Die Bearbeitung dieser Themen erfordert gelegentlich einen umfassenden Prozess des Change Management bei Einführung von KVP.
Die 2 Formen von KVP
Es gibt zwei verschiedene Formen von KVP. Unterschieden werden die Durchführung von KVP als
Experten-, Impuls- oder Betriebs-KVP
Mitarbeiter-KVPSie erhalten von uns wirkungsvolle und methodische Unterstützung bei der Zielfindung und der Konzeption für Impuls-KVP. Diese umfasst die Erstellung des Prozess-Designs, Moderation und Begleitung für Ihre Impuls-KVP-Teams, natürlich werden Ihnen auch die Tools zur Prozessanalyse und -verbesserung zur Verfügung gestellt.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Experten-KVP
Mitarbeiter-KVP ist die Suche nach vielen kleinen Verbesserungen am Arbeitsplatz der Mitarbeiter. Dabei geht es z.B. um Ordnung und Sauberkeit, Verringerung von Störungen, Ideen zu Vorrichtungen, die die Arbeit erleichtern aber auch um Verbesserungen im Arbeitsablauf, Vermeidung von Ausschuss usw.
Im Grunde ist im KVP kein Thema ein Tabu, das die Effizienz steigern und Verschwendung vermeiden hilft.
Die Einführung von KVP ist ein komplexer Prozess, der genau auf die Belange, Kultur und Struktur des Unternehmens und seiner Mitarbeiter abgestimmt werden muss, soll die Einführung gelingen. Abkupfern von Erfolgsmodellen anderer führt oft in die Irre.
Entscheidend ist, für den KVP-Ansatz ein betriebsindividuelles Konzept zu erarbeiten, ehe man mit KVP-Workshops an der Basis startet. Dazu sollten Führungskräfte verschiedener Ebenen wie auch der Betriebsrat eingebunden werden. Wir haben mehrfach in KMU´s erlebt, dass an sich gut gemeinte KVP-Impulse wieder versandet sind, weil der konzeptionelle Rahmen nicht geschaffen wurde.
KVP erfordet Hartnäckigkeit. Die wirklichen Erfolge stellen sich meist nur nach längerer Zeit ein. Dies beinhaltet das Risiko, dass vorzeitig aufgegeben wird. Um dies zu verhindern, sollten Vorgesetzte sowie interne oder externe KVP Moderatoren am Ball bleiben und die KVP Teams immer wieder ermutigen.
Die markante Verkürzung von Rüstzeiten bei Werkzeugmaschinen zum Beispiel ist nicht in einem einzigen Anlauf zu ereichen. Und doch ist dies unter den heutigen Fertigungsbedingungen wie kleine Lose bzw. häufiger Produktwechsel, Just in Time Fertigung oder synchrone Fertigungsprozesse die Herausforderung - und häufig eines der Schwerpunktthemen von KVP.
Wichtig ist, die Einführung von KVP als Prozess der Veränderung mit Wirkung auf die Unternehmenskultur zu begreifen. Eine wichtige Voraussetzung für KVP sind definierte Geschäftsprozesse, da sonst die Verbesserungen eher punktuell erfolgen und nur operative Wirkung erzielen - oft werden jedoch bereits damit erhebliche Erfolge erreicht.
Ein Beispiel für ein Konzept der Einführung von KVP im Rahmen eines TQM Ansatzes in der Vertriebslogistik eines Konzerns finden Sie hier unter dem Link KVP in der Logistik eines Konzerns einführen.
Sie finden hier Praxisbeispiele zu unseren KVP - Projekten:
Seminare zur KVP Methodenqualifizierung: