...woran Führung scheitert: Allgemein zustimmungsfähige Standards für gute Führung scheitern in der Verwirklichung oft an Ängsten der Führungskräfte. Diese sind in der Persönlichkeit begründet und mit bloßen 'Führungsinstrumenten' nicht zu überwinden.
So wird Führungshandeln u.a. blockiert durch die Angst
Dahinter stehen vielfach ein falsches Selbstbild sowie problematische Entwicklungsimpulse in der persönlichen und/oder beruflichen Sozialisation. Auch wirken gelegentlich falsche Vorbilder, von denen man sich nicht freizumachen vermag
Bei der Auswahl von Führungskräften z.B. im Bewerbergespräch werden die tieferen Muster einer Persönlichkeit oft zu wenig erfasst. Übersehen werden nicht nur die Folgen für das unmittelbare Handeln eines Managers im Alltag. Weitaus problematischer sind die sich aus der Karriereentwicklung ergebenden Folgeentscheidungen - u.a. auch bezogen auf Entscheidungen über Führungskarrieren. So lässt sich das manchmal arg übereinstimmende defizitäre Muster einer Führungsorganisation erklären, wo Managertypen und Verhaltensweisen einheitlich wirken - in ihren ausgeprägten Stärken wie Schwächen.
Voraussetzung für gute Führung ist eine stabile und reife Persönlichkeit, die über ein heiles Selbst verfügt. Dazu gilt es, sich den eigenen Ängsten zu stellen und sie zu integrieren statt abzuwehren.
Dazu ist es meist erforderlich, die Ängste aufzudecken, sie aus dem Bereich des nicht Bewussten hervorzuholen, um eine Entwicklung zu ermöglichen. Vielfach reicht zur Überwindung von Ängsten, Führungskräften neue Erfahrungen zu ermöglichen und auf den selbst verstärkenden Effekt positiver Erlebnisse und des damit verbundenen Feedbacks zu setzen.